
In der Anlage zur Herstellung von Isoliergläsern muss die Dichtung zwischen den Glasscheiben fest sein. Wenn der Trockner nicht mit der Geschwindigkeit mithalten kann, trocknen das Butyl- und das sekundäre Dichtungsmaterial ungleichmäßig aus. Dadurch muss die Anlage gedrosselt werden, um fehlerhafte Produkte zu vermeiden. Die dadurch entstehenden Stillstandzeiten sowie die Ausschussprodukte kosten mehr als der Heizer jemals kosten wird.
Was technisch wichtig ist:
Wir haben den Trockner für die Dichtung von Glasescheiben auf Basis von Near-Infrarot-Quarzemitttern entwickelt – diese Emittenten sind auf die Absorptionsfrequenz der gängigen Dichtungsmaterialien abgestimmt. Der Trockner erreicht seine Betriebstemperatur bereits nach 60 Sekunden seit dem Start vom Kalten Zustand. Die Temperatur bleibt dabei innerhalb von ±2,5°C konstant. Die Leistungsdichte beträgt 45 kW/m² – dadurch wird Energie schnell abgegeben, ohne dass die Glaskanten beschädigt werden. Das Ergebnis ist eine gleichmäßige Trocknung – es entstehen keine weichen Stellen oder gespeicherte Lösungsmittel. Die Steuerung ist einfach: Man legt einfach das gewünschte Profil ein, und die Schleife hält diese Einstellung bei.
Warum es in der Praxis funktioniert:
Für die Dichtung von Isoliergläsern ist eine wiederholbare Wärmeeinwirkung notwendig, damit die Haftung gewährleistet bleibt und die Strukturintegrität erhalten bleibt. Der NIR-Trockner verkürzt die Zeit, in der die Glasescheiben im Trockner bleiben müssen – dadurch kann die Anlage weiterhin in Betrieb bleiben. Das gleichmäßige Wärmefeld verringert die thermischen Belastungen an den Glaskanten und senkt somit das Risiko von Mikrorissen, die später beim Schneiden, Glätten oder Transportieren auftreten können. Der Energieverbrauch sinkt, da die Emittenten schnell schalten und weniger Zeit im Stillstand verbringen. In der Praxis führt dies zu einer Reduzierung der Zykluszeit um etwa 30–40% im Vergleich zu Anlagen, die nur auf Konvektion setzen. Zudem gibt es weniger Nacharbeiten aufgrund von unvollständig getrockneten Dichtstoffen.
Wichtig zu wissen:
Die NIR-Trocknung funktioniert nur in Richtung des Blickfelds – daher müssen Abstand und Anordnung der Emittenten der Geometrie der Glasescheiben entsprechen. Halten Sie den Abstand zwischen den Emittenten und den Glasscheiben zwischen 150 und 250 mm, um eine gleichmäßige Trocknung zu erreichen. Liegt der Abstand außerhalb dieses Bereichs, nimmt die Temperaturschwankung zu. Der Trockner arbeitet mit Standardspannungen von 230/400 V – doch es sollte eine separate Stromversorgung vorhanden sein, um die Spitzenlasten bewältigen zu können.
Nach Wartungsarbeiten oder beim Austausch der Lampen ist eine kurze Wartezeit erforderlich, bis die volle Leistung wieder erreicht wird. Planen Sie die Montage so, dass Sie leicht Zugang zum Gerät haben, um es zu reinigen und zu überprüfen – Staub auf den Quarzrohren beeinträchtigt die Leistung stark.